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Kinder & Jugend & Familie

„Morgen erfinden wir zusammen“

Venito-Kinder- und Jugendkongress 2026 in Hannover

Unter dem Motto „Morgen erfinden wir zusammen“ gab es in der Eventlocation Expo-Corner verschiedene Workshops und Angebote. So entstand etwa bei einem Rap- und Songwriting-Workshop mit vereinten Kräften ein ganzer Song. Die Autorin Valeria Anselm, die selbst in der Jugendhilfe aufgewachsen ist, las aus ihrem neuen Buch „Wo ist mein Zuhause? Von größtem Schmerz und kleinsten Wundern“. Im Workshop „Battlefield Home” drehte sich alles um familiäre Konflikte rund um die Mediennutzung.

Die Workshops wurden von vielfältigen Gesprächs- und Diskussionsangeboten begleitet, unter anderem vom Jugendamt Hannover zum Thema Hilfeplanung, von der Universität Hildesheim, von der Ombudsstelle BerNi für Konflikte in den Einrichtungen und vom Careleaver e. V. für junge Erwachsene aus der Jugendhilfe. In moderierten Runden ging es darum, welche Regeln für das Zusammenleben in einer Venito-Einrichtung Kinder und Jugendliche für wichtig erachten und wie und wo sie konkret Rückmeldungen geben und Kritik äußern können.

Zum ersten Mal dabei waren zahlreiche Kinder im Grundschulalter aus den Venito-Tagesgruppen oder der schulischen Ganztagsbetreuung. Sie freuten sich besonders über Bastelaktionen, Kinderschminken, Tattoos und ein Quiz sowie über die DJane, deren Musik zwischendurch zum Entspannen und Tanzen einlud.

Zum Abschluss konnten sich alle an einer offenen Fishbowl-Diskussion mit einem aktiven Innenkreis und einem zuhörenden Außenkreis beteiligen. Hier gab es viele positive Rückmeldungen zum Tag, einen lebendigen Austausch zum Thema Meinungsäußerung sowie Themenwünsche für das nächste Mal, beispielsweise eine Beteiligung aus der Politik am Kongress. Teilnehmerin Sarah: „Der Jugendkongress schafft einen Raum, in dem wir uns austauschen und vernetzen können. Aber ich finde es wichtig, dass unsere Themen nicht nur hier bleiben, sondern weitreichender diskutiert werden und ein zentrales Thema für die ganze Gesellschaft werden.“

Carola Hahne, Venito-Geschäftsführerin, freute sich über das große Interesse der Kinder und Jugendlichen: „Wir meinen es ernst, wenn wir sagen, dass wir die Kinder und Jugendlichen beteiligen wollen.“ Für Thomas Pförtner, ebenfalls Venito-Geschäftsführer, ist das vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Diskussionen besonders wichtig: „In der Politik werden weitreichende Entscheidungen getroffen, die mit Einschränkungen verbunden sind. Dafür müssen die jungen Menschen, die es betrifft, unbedingt gehört werden.“

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